Die Sprechzeiten für Kleintiere werden nur nach telefonischer Terminabsprache vergeben. Dies ist auf Grund der Praxisstruktur nicht anders möglich, gleichzeitig vermeiden wir für Sie und unsere Patienten dadurch meist längere Wartezeiten! Also einfach anrufen: 06661 - 918880.

01.12.2012

Seit etwa einem Jahr gibt es in Deutschland einen neuen Impfstoff für Hunde gegen diese von Zecken übertragene Krankheit. Borreliose ist eine im akuten Stadium hoch fieberhafte bakterielle Erkrankung, die vor allem rheumaähnliche Erscheinungen (Lahmheiten, Abgeschlagenheit, Gelenkschmerzen usw.) verursacht und im chronischen Stadium nur noch schwer zu heilen ist. Borreliose gibt es auch beim Menschen und anderen Tierarten (vor allem beim Pferd), hier steht allerdings kein Impfstoff zur Verfügung.

09.01.10

Nicht nur an Silvester - Tipps für Angst"hasen"

Silvester ist Stress pur für viele Hunde und Katzen. Aber auch andere Situationen können unsere vierbeinigen Mitbewohner aus der Ruhe bringen: Umzug, Veränderungen der Lebensumstände oder andere angstauslösende Situationen. Es gibt ein neues, sehr gut verträgliches beruhigendes Medikament, das nicht - wie die klassischen Beruhigungsmittel - völlig fertig macht, aber die Angst nehmen soll und den Tieren ein höheres Maß an Gelassenheit ermöglicht.  Sprechen sie uns an! Und denken Sie vor dem nächsten Jahreswechsel frühzeitig daran.

 

Impfung und Naturheilkunde - ein Widerspruch? (PDF)

Vor allem in der naturheilkundlichen Szene wird der Sinn von Impfungen immer wieder angezweifelt, die Argumente gegen die Impfung reichen von Eingriff in die natürliche Entwicklung von Mensch und Tier bis zu Geldmacherei.
Wir sind nicht dieser Meinung. Uns sind gesunde Tiere die liebsten, und die Impfungen sind ein aktiver Beitrag zur Gesunderhaltung unserer Patienten.

Was ist überhaupt eine Impfung?
Hierbei wird das Tier (der Mensch) mit abgeschwächten oder abgetöteten Krankheits-erregern oder wesentlichen Teilen von Krankheitserregern konfrontiert, die aber selbst nicht krank machen. Sie stimulieren das Abwehrsystem (Immunsystem), Abwehrstoffe zu bilden, die dann im Falle einer Infektion schnell zur Verfügung stehen und den Ausbruch der Krankheit verhindern.
Allerdings halten wir nicht alle Impfungen für sinnvoll (s.u.). Und leider können Impfungen auch Nebenwirkungen haben. Zum einen kann (vor allem bei jungen Tieren)  das Immunsystem soweit beansprucht sein, dass das Tier ein oder zwei Tage etwas matt ist, sogar leichtes Fieber ist möglich. Dies vergeht aber in den allermeisten Fällen von selbst. Zum anderen enthalten alle Impfstoffe Begleitsubstanzen (meist Aluminium-hydroxid, Thiomersal, manchmal das Antibiotikum Neomycin), die zu örtlichen Schwellungen führen können. Diese unerwünschten Wirkungen sind aber selten, vergehen von selbst und sind meist durch eine homöopathische Begleitbehandlung zu verhindern. Deshalb sprechen Sie uns unbedingt an, wenn Sie nach einer Impfung irgendwelche unerwünschten Wirkungen beobachten!

Gegen welche Krankheiten impfen wir?
Tollwut
(Hunde, Katzen, Pferde): Tödliche Virusinfektion, Übertragung überwiegend durch Füchse, Waschbären, Fledermäuse. Auch beim Menschen sehr hässliche Todesart. Seit die Füchse durch flächendeckenden Abwurf von Impfködern geimpft werden, stark rückläufig, aber leider nicht getilgt. Die Bundesrepublik gilt zum Glück zur Zeit als tollwutfrei. Die Tollwutimpfung muss inzwischen bei Pferden nur noch alle 2 Jahre, bei Hund und Katze nach erfolgter Grundimmunisierung nur noch alle 3 Jahre durchgeführt werden.
Staupe (Hunde, Frettchen): Hochansteckende Virusinfektion, nicht wirklich heilbar. Durch Tierimporte und Impfmüdigkeit auch immer wieder Ausbrüche in Deutschland, neuerdings Übertragung durch Waschbären (Region Kassel!).
Infektiöse Leberentzündung (H.c.c., Hunde): Virusinfektion, meist nur bei jungen Welpen tödlich, kann aber bleibende Schäden hinterlassen. Weil die meisten Hunde geimpft sind, ist H.c.c. selten geworden.
Parainfluenza (Zwingerhusten, Hunde): Meist nicht lebensbedrohliche, aber heftige und oft langanhaltende Atemwegsinfektion. Impfung schützt nicht absolut, verkürzt aber meist die Krankheitsdauer erheblich.
Leptospirose (Hunde): Bakterielle Infektion der Nieren (und anderer Organe), häufig zu spät erkannt und dann meist tödlich, ansteckend für Menschen.
Parvovirose (Hunde, Katzen): Das Katzenseuche - Virus führt bei Katzen und (in fast identischer Form) bei Hundewelpen zu schweren Durchfallerkrankungen, die oft trotz aller Bemühungen meist tödlich enden.
Katzenschnupfen (Katzen): Komplexe Erkrankung verschiedener Erreger. Durch die Impfung können nicht alle Erkrankungen der Atemwege verhindert werden, wohl aber der meist tödliche Verlauf, vor allem bei jungen Katzen.

Gegen welche Erkrankung impfen wir manchmal:


Leukose
(Katzen): Früher oder später tödliche Virusinfektion, zum Glück bei uns noch nicht verbreitet. Wir impfen alle Katzen, die z.B. ins Rhein-Main-Gebiet oder andere gefährdete Gebiete umziehen oder von dort kommen - und unsere eigene Katze, auf Wunsch natürlich auch jede andere.

Borrelliose (Hunde): Von Zecken übertragene bakterielle Infektion. Seit Anfang 2010 gibt es einen neuen Impfstoff, bei dem gegen die in Deutschland überwiegend vorkommenden Bakterienstämme geimpft wird (und nicht wie bisher gegen die amerikanischen). Dieser Impfstoff ist besser verträglich ist als der alte, wir halten die Impfung inzwischen für sinnvoll. Unabhängig davon bleibt aber eine konsequente Zeckenbekämpfung notwendig, weil Zecken auch andere fiese Krankheiten übertragen können.

FIP (Katzen): Virusbedingte Bauchfellentzündung der Katzen, meist tödlich. Die Krankheit ist sehr kompliziert und die Impfung nicht unproblematisch und - wenn überhaupt - nur bei jungen Tieren sinnvoll. Zum Glück ist die FIP normalerweise nicht sehr ansteckend.
FIV (Katzen): Gegen die auch "Katzenaids" genannte Viruserkrankung gibt es bisher leider keinen Impfstoff.

Die regelmäßige jährliche Impfung Ihrer Tiere bedeutet gleichzeitig eine regelmäßige Gesundheitskontrolle, da wir selbstverständlich vor jeder Impfung eine allgemeine Untersuchung durchführen und dabei gar nicht selten Probleme (z.B. Ohrenentzündungen, Herzprobleme) frühzeitig erkennen.
Wenn Sie Fragen zur Impfpraxis oder zu den Erkrankungen haben, sprechen Sie uns in der Praxis darauf an.


Hilfe - Mein Tier soll operiert werden (PDF)


Haben Sie keine Angst. Operationen gehören zu unserem Praxisalltag. Seien es "Routineoperationen" wie Kastrationen, einfache Tumoroperationen oder auch nur Zahnsteinentfernungen, für die unsere Patienten meist auch eine Narkose benötigen, oder seien es "Notoperationen" wie z.B. nach Unfällen. In jedem Falle bemühen wir uns um bestmögliche Behandlung Ihres Tieres.
Doch auch Sie müssen bei vorher geplanten Operationen zum guten Gelingen beitragen:
Ihr Tier sollte vor einer OP gesund sein. Teilen Sie uns daher unbedingt "Ungewöhnlichkeiten" mit, die wir möglicherweise bei der Voruntersuchung nicht finden können.
Ihr Tier sollte vor der Narkose nüchtern sein, d.h. mindesten 12 Stunden vorher nichts mehr gefressen und möglichst 2 Stunden vorher nichts mehr getrunken haben.
Nach einer Operation können Sie Ihr Tier meistens bald mit nach Hause nehmen (für Operationen, die eine längere stationäre Aufnahme erfordern, würden wir Sie in eine Tierklinik überweisen). Zu Hause braucht Ihr Tier einen ruhigen, warmen Platz zum Aufwachen! Da es gelegentlich beim Aufwachen zu Erbrechen oder unbeabsichtigtem Harnabsatz kommen kann, sollte der Platz leicht zu reinigen sein.
Die Fäden möchten wir, wenn wir nähen mussten, gerne selbst ziehen! Sie müssen daher zuverlässig Massnahmen ergreifen, um Belecken, Beknabbern oder Aufkratzen der Operationsstelle zu verhindern. Meist ist die beste Lösung ein Halskragen, der dann allerdings in den ersten Tagen etwas gewöhnungsbedürftig ist.
Ausführlichere Hinweise finden sie auf unserem Merkblatt "Narkose und Operation", das sie sich durch Anklicken als PDF - Datei herunterladen können.

                                                 

Wenn Sie diese Internetseiten ausgedruckt haben wollen, haben wir nichts dagegen! Sie können sie auch per E-Mail (info@tierarzt-schluechtern.de) bei uns anfordern oder sich in der Praxis ausdrucken lassen! Aber bitte nur für private Nutzung.

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Neuer Borreliose - Impfstoff für Hunde